Die Suche nach verbesserter Auflösung, Kontrast, Empfindlichkeit und Qualität in der Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) hat zu einer Reihe von bedeutenden Innovationen in den Aufnahmeverfahren und der System-Hardware geführt. Die verbesserte Leistung der Gradienten und  Radiofrequenz -Technologie brachten einen enormen Fortschritt und erweiterten die Möglichkeiten für bildgebende Verfahren in der Diagnose, Folgebehandlung und Forschung.
Seit ca. 10 Jahren gibt es Ultra-Hochfeld -(UHF)-Systeme in einigen Forschungszentren. Diese Systeme werden für Grundlagenforschung in der MR-Methodik und -Hardware sowie Neurobildgebung eingesetzt. Durch diese Grundlagenforschung konnte eine breitere Palette von Anwendungen ermöglicht werden, was zu einer größeren Verbreitung der Technologie geführt hat. Heute sind zehn Human-MRT von 7 Tesla und 9.4 Tesla in Deutschland installiert.
Die erforderliche wissenschaftliche Expertise, der technische Aufwand und die Betriebskosten für solche Systeme sind sehr hoch, und somit hat nur eine begrenzte Anzahl von Forschern momentan Zugriff auf diese Technik. In einer europäischen Umfrage unter Nutzern und Anbietern, wurde UHF-MRT zusammen mit MR-PET bereits als eine der wichtigsten Innovationen der medizinischen Bildgebungsmodalitäten identifiziert.
Leider kann diese hohe Nachfrage der Nutzer derzeit nicht durch die bestehenden UHF- Zentren erfüllt werden. Die meisten UHF-Zentren können nur sehr begrenzten oder keinen Zugang für externe Nutzer bieten. Die Hauptgründe sind die begrenzten Ressourcen zur Vorbereitung, Unterstützung und Begleitung der Studien für externe Nutzer, die fehlende Koordinierung, um für den Nutzern den richtigen Anbieter für ihre Forschungsfrage zu finden und ein Mangel an Standardverfahren, Vorschriften und rechtlichen Rahmenbedingungen.
Deshalb ist das Ziel die Schaffung und Förderung eines landesweiten Netzwerks von UHF-MRT-Standorten. Dieses Netzwerk möchte die Kommunikation zwischen allen UHF-MRT-Standorten in Deutschland erleichtern, die gemeinsame Forschung vorantreiben und durch Standardisierung und Koordination/Organisation den Zugang zu UHF-MRT-Systemen für Wissenschaftler erleichtern.

Innerhalb der ursrünglichen 3-Jahres-Projektlaufzeit haben wir diese Ziele verfolgt:

  • Eine webbasierte Plattform für externe Nutzer etablieren, die Auskunft über die technischen und methodischen Möglichkeiten an jedem UHF-Standort gibt. Es wird eine zentrale Anlaufstelle für externe Wissenschaftler geben.
  • Harmonisierung der Zugangsverfahren und Bereitstellung von Empfehlungen für die Einrichtung oder Entwicklung von weiteren Benutzerzugriffsregeln.
  • Bereitstellung eines Softwaretools zur Planung und Nutzung für die interne und externe Gerätenutzung.
  • Klärung ethischer, rechtlicher, Haftpflicht-, und Sicherheitsfragen für alle UHF-Standorte.
  • Intensivierung der Kommunikation zwischen den UHF-Standorten, um den Austausch von Lösungen zur Förderung der gemeinsamen technischen Herausforderungen und die Fortschritte in diesem Bereich der Forschung zu beschleunigen.
  • Entwicklung von Qualitätssicherungsverfahren, die auf die einzigartigen Herausforderungen der UHF-MRT angepasst sind.

GUFI konnte viele dieser Herausforderungen erfolgreich angehen und hat mehrere große Meilensteiene erreicht. Z.B. Die Etablierung der GUFI website als Präsentations- und Kommunikationsweg aller deutsche UHF sites; regelmäßige Qualitätsicherung an den Standorten; Empfehlungen zu Zugriffsprozeduren oder Implantatsicherheit sowie Einigung über den Umgang mit HF-Spulen; regelmäßige Meetings und Workshops zur intensiveren Zusammenarbeit aller Standorte; uvm.

Um die erfolgreiche Arbeit von GUFI fortsetzen zu können wurde die Finanzierung des GUFI-Projektes für drei weitere Jahre ab 2017 von der DFG bewillgt.

 

Dieses Vorhaben wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.