Vergleichsstudie zu 7-Tesla-Körperspulen
Im Gegensatz zur 7T-Untersuchung im menschlichen Hirn gibt es derzeit keine weit verbreitete Transmit/Receive-Spule für den menschlichen Körper bei 7T. Stattdessen bauen viele GUFI-Zentren ihre eigenen Spulen oder greifen auf kommerzielle Prototypen zurück. Die einzelnen Spulen unterscheiden sich jedoch oft stark im Design, und auch die Anzahl der Sende- (Tx) und Empfangselemente (Rx) variiert, was sich auf die Sende- und Empfangseigenschaften auswirkt. Das erschwert insbesondere Vergleichsstudien zwischen verschiedenen Standorten.
In einer gemeinsamen Vergleichsstudie des Erwin L. Hahn (ELH) Instituts in Essen, des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg, der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) in Erlangen und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Berlin untersuchen wir derzeit acht verschiedene, existierende Transmit/Receive-Körperspulen hinsichtlich ihrer Sende- und Empfangseigenschaften in einem reproduzierbaren Phantom-Setup.
Bei den Sendeeigenschaften interessieren uns vor allem Parameter, die für die praktische In-vivo-Anwendung relevant sind – darunter die Sendeeffizienz, also die erreichbare B1+-Feldamplitude bei gegebener Leistung, sowie die Ausdehnung des Anregungsfeldes entlang der Kopf-Fuß-Richtung. Bei den Empfangseigenschaften stehen insbesondere das Signal-zu-Rausch-Verhältnis (SNR) sowie die Möglichkeit zur Aufnahmebeschleunigung im Fokus.
Langfristig hoffen wir, dass die gewonnenen Erkenntnisse in die Entwicklung eines standardisierten Spulendesigns einfließen werden.